Mancher Schmuck ist gefällig und tragbar, und war aber niemals so mainstream, dass man sagt oh das furchtbare alte Zeugs. Und dann sagt man ja auch "es kommt alles wieder" oft in entsprechend leicht abgewandelter Form, dass man das alte doch nicht mehr hernehmen kann. Aber in letzter Zeit sehe ich öfter Ringe, auch in den Schmuckforen, mit einer durchbrochenen Schiene, schätze 20-40 Jahre alt, - grandioses Vintage!
Von meiner Ausbildung im letztern Jahrtausend habe ich auch noch das ein oder andere, dessen ich mich heute nicht zu schämen brauche, wir wurden in Hanau den Umständen entsprechend ganz gut in Schmuckgestaltung ausgebildet. (Die Schule heißt ja heute noch Zeichenakademie, weil es ursprünglich eine Schule speziell für Schmuckentwurf war) Und gutes Design geht immer. Da bin ich auch happy, dass ich mich seinerzeit deutlich von dem abgesetzt habe, was so die Juwelierssöhnchen gestaltet haben.
Das Stichwort scheint "sentimental" zu sein und das beißt sich in der Regel mit "wirtschaftlich". Wenn Du, Fräulein Heike, genau den Schmuck verarbeitet haben möchtest, den Du gerade besitzt, dass musst Du Dich fragen, was es Dir wert ist. Machbar ist das ohne Zweifel.
Ich selber habe mal für eine Frauenkommunität alte Abzeichen in mittelalterlicher Art eingeschmolzen und daraus eine Patene (Silberteller) gefertigt. Das bedeutete allerdings bei 600 gr Silber gut 1 Woche Arbeit.
Du müsstest also fragen, was der entsprechende Goldschmied für die Aufarbeitung veranschlagt. Erst dann kannst Du Dich auf Grund der Fakten entscheiden, ob "sentimental" oder "wirtschaftlich" zum Zuge kommt. Viele Grüße Leo
El Kratzbürscht
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