Die Errungenschaften eines Hobbygoldschmieds

 
AnalogoN
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Die Errungenschaften eines Hobbygoldschmieds

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Gepostet: 27.03.2015 - 09:07 Uhr  ·  #1
Hallo,

ich würde euch gern ein paar Stücke zeigen, die ich in den letzten Jahren für meine Freundin angefertigt habe.
Ich freue mich über Lob UND Kritik!

Angefangen hat alles mit einer Anleitung zum “falten” von Blechen hier aus dem Forum


war damals noch am Anfang der HTL und Handwerklich noch sehr unbedarft. Habe mich daher sehr eng an die Vorlage
gehalten um auch ein brauchbares Ergebnis zu erzielen. Sie trägt es zwar nicht im Alltag aber sehr gerne wenn wir auf
einen Ball gehen.
Material: Kupfer


das war der erste Gehversuch mit Mokume Gane und leider trotz vielen versuchen eines der wenigen Stücke, die sich
bei der Weiterverarbeitung nicht wieder zerlegt haben.. Die Patinierung ist schon recht abgegriffen, das liegt daran,
dass sie es über mehrere Jahre Fast täglich getragen hat.
Material: Kupfer, Messing


Nachdem man ja immer was neues Ausprobieren muss habe ich mich dann mit dem Zisellieren befasst. ich finde es ist
eine Wunderbare Technik und hat mir gestalterisch einen riesen Fortschritt gebracht. Die einlagen sind Lackschichten,
die sich auf einem Unterstellbock in der Firma angesammelt haben.
Material: Neusilber


Keltischer Knoten
Material: Kupfer


Das ganze noch ein bisschen größer aus Silber
Material: Silber


Der Anhänger war zwar viel Arbeit ist aber auf nicht ganz so viel Freude gestoßen.. Aber man kann den Geschmak ja
nciht immer treffen.
Material: Ebenholz eingefasst in Neusilber und ein zum Blech ausgeschmiedetes Stück Mokume Gane (Messing, Kupfer, Neusilber)


Meiner Meinung nach das “professionellste” Stück. Darüber hat sie sich auch sehr gefreut und trägt es gerne.
Material: leicht Ziselliertes Silber


Das war eigentlich nur ein schneller versuch, finde allerdings die Patina sehr hübsch!

Wenn alles klappt, gibt es vielleicht bald ein Foto von dem alles entscheidenden Ring!

Mit freundlichen Grüßen
Joe
Heinrich Butschal
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Re: Die Errungenschaften eines Hobbygoldschmieds

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Gepostet: 27.03.2015 - 09:46 Uhr  ·  #2
El Kratzbürscht
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Re: Die Errungenschaften eines Hobbygoldschmieds

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Gepostet: 28.03.2015 - 08:27 Uhr  ·  #3
Lobenswert, deine exakte Arbeitsweise. Weiter so!
cantony
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Re: Die Errungenschaften eines Hobbygoldschmieds

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Gepostet: 30.03.2015 - 22:41 Uhr  ·  #4
Die Farben vom Kupferknoten sind super!
El Kratzbürscht
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Re: Die Errungenschaften eines Hobbygoldschmieds

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Gepostet: 01.04.2015 - 14:38 Uhr  ·  #5
[attachment=0]kelt_knot_plast.gif[/attachment]So einen hab ich auch
Mehr länglich als breitlich.
Ich habe ihn dazu in weiches Fimo negativ eingeschnitzt, dieses gebacken, da Kerzenwachs hineingegossen und dieses zur Gießerei geschickt.
Die Zwischenräume musste ich dann noch heraussägen und alles glätten.
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kelt_knot_plast.gif
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AnalogoN
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Re: Die Errungenschaften eines Hobbygoldschmieds

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Gepostet: 14.04.2015 - 18:57 Uhr  ·  #6
Danke für das Lob meiner Arbeit!!

Da ich von meinen Projekten gerne einen Baubericht schreibe, dachte ich mir, ich könnte das hier
auch tun. Vielleicht verhindert das ja den einen oder anderen Fehler.

Letzt Woche hab ich die erste Küvette und die Aufnahme für das Unterdruckgießen gedreht. In der
Firma hat sich dann noch ein großes Manometer gefunden, dass sich perfekt für das Projekt eignet.




Da muss ein Puck als Abdichtung herhalten. Sind 0,5 bar Unterdruck ausreichend?


Das ist die Form für den „Küvettendeckel“.


Hier schon mit Silikon gefüllt. Mal sehen ob das so funktioniert wich ich mir das Vorstelle..

Nachdem die Gerätschaft fertig ist kann es also an’s Wachs schnitzen gehen!!


Hier die ersten zwei Versuche. Links der erste recht schlichte Ring. In der Mitte ein Versuch, der sich
vom Thema her an dem Drahtring, der für mich und meine Freundin einen hohen sentimentalen
Stellenwert besitzt, orientieren soll. Leider ist das gewundene Muster sehr unregelmäßig ausgefallen.


Beim Dritten versuch hab ich also den Ring auf der Drehmaschine wieder auf eine ansprechende
Form gedreht und dann zuerst (Hier kommt vermutlich der Maschinenbauer in mir durch) das Layout
in einem 3D CAD Programm ausgelegt und dann mit dann mit dem Messschieber übertragen.


Mit den Gravurstichel die ich vor langer Zeit aus einem Nachlass gekauft hatte habe ich dann die
Linien in das Wachs eingearbeitet.


Mit dem Wachs habe ich auch einen Satz Wachswerkzeug mitbestellt. Sieht vom Prinzipe dem
Werkzeug eines Zahnarztes nicht so unähnlich aus. Leider waren sie nicht schön symmetrisch
geschliffen und teilweiße auch extrem gratig. Also erst mal alles neu geschliffen und poliert. Damit
habe ich dann begonnen die Kanten der Linien auf ca 25°-30° zu brechen.


Nach und nach hab ich die Kanten immer weiter gebrochen und abgerundet bis mir das Muster
gefiel. Dann ging es zur heikleren Arbeit, den Stein zu setzen! Leider ist mir die Fassung ein wenig
groß geraten. Die Bohrung ist ca. 1 zehntel Größer als der Stein..
Geht das so noch in Ordnung, oder soll ich die Fassung neu machen? Oder ist es prinzipiell klüger die
Fassung erst im gegossenen Ring vorzubereiten.

Ich hoffe diese Woche noch in meiner alten Schule die Küvette brennen und gießen zu können.

Lg
Joe
Tilo
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Re: Die Errungenschaften eines Hobbygoldschmieds

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Gepostet: 17.04.2015 - 08:33 Uhr  ·  #7
ob -,5 bar reichen, weiß ich nicht
wie viel schafft ein Staubsauger auf höchster Stufe?
hast du einen Unterdruckspeicher?
-,5bar alleine reichen ja nicht, wenn die Pumpe nicht genug Durchsatz hat
der Stein darf nicht lose in die Fassung fallen, sondern sollte minimal klemmen
deshalb wäre es geschickter, das Loch an sich fast in Endgröße in Wachs
die Endgröße dann im Metall zu fräsen
du könntest das Loch im Wachs ja wieder zuschmelzen (gedimmter Lötkolben)

was soll das blaue Silikon in der Kokille?
Heinrich Butschal
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Re: Die Errungenschaften eines Hobbygoldschmieds

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Gepostet: 17.04.2015 - 08:57 Uhr  ·  #8
Ich habe nicht verstanden wie der Zusammenhang zwischen Küvette, Küvettendeckel und Silikon zum giessen sein soll.

Was soll da worin gegossen werden und wie?

Unterdruck bei Silikon ist mir unverständlich ohne Kanalführung, denn Silikon dichtet.
Unterdruckgiessen kenne ich bei Guss in Küvetten gefüllt mit ausgebrannter und trockener Einbettmasse.
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