Hallo,
ich habe die Beiträge in denen es zu kleineren Spannungen gekommen ist sehr aufmerksam gelesen und möchte nun selbst einen kleinen Beitrag dazu leisten. Dieses Schmuckforum wendet sich nicht nur an die Fachkollegen aus der Branche sondern auch an Laien und Hobbyschmiede die Rat und Hilfe suchen. Und genau hier setzt "unser" Problem an! Die Spannungen zwischen Fachleuten und Laien ergibt sich aus der folgenden Situation:
Der Goldschmied ist um die Aufrechterhaltung seines Standes bemüht, da er mit dem was er tut nicht nur sich, sondern auch seine Kinder durchfüttern muß. Aber dieses wird in Zeiten von Geiz ist Geil Mentalität, billig Import Schmuck aus Fernost und Ebay immer schwieriger. Es spielen zwar noch viele andere Faktoren eine Rolle aber ich denke jeder versteht was ich meine.
Ich kenne viele Goldschmiede die neue Geschäftsmodelle eingeschlagen haben, ja einschlagen mußten um mit diesem zweiten Standbein überhaupt überleben zu können. Hier mal einige Beispiele:
Ebay
Internetshop
CAD Prototyping
Goldschmiedekurse
fremd Produkte verkaufen
Genau betrachtet beschleunigt dies nur die oben angesprochen Problematik aber darum soll es in diesem Beitrag nicht gehen. Es geht ja um die Laien bzw. Hobbyschmiede die durch dieses Goldschmiedeforum Problemfragen beantwortet wissen möchten um schwierigere Goldschmiedetechniken autodidaktisch zu erlernen. Wer etwas kann, braucht die Konkurrenz der "Laien" nicht zu fürchten. Was ein Berufsfachmann gelernt hat, kann zwar auch jeder andere Interessierte lernen aber nicht umsonst dauert die Ausbildung zum Goldschmied 4 Jahre. Wieso also nicht helfen und von andere Techniken und Tricks erfahren auf die man trotz fundierter Ausbildung und einiger Jahre Berufserfahrung nie selber gekommen wäre?
Viele der Hobbyschmiede stellen den Schmuck nur für sich und den engsten Freundes- und Familienkreis her. Die wenigsten kommen auf die Idee in "(Klein-)Serie" oder gar "Groß-Serie" zu produzieren. Und die, die es probieren stellen sehr schnell fest das solch ein Mammutprojekt ohne die nötigen Geldreserven und das technischen Knowhow früher oder später zum scheitern verurteilt sind. Bis das eigene Geschäft, jeder der Selbstständig ist weiß was ich meine, anfängt Wirtschaftlich zu laufen vergeht meist über ein Jahr. Und das alles trotz Ich-AG und wie die ganzen Gesetzesmodelle nicht alle heißen. Warum als diese Angst?
Sicher gibt es da auch Ausnahmen die gute Qualitätsarbeit abliefert und durch Ihre innovative Art Schmuckstücke neu zu arrangieren erfolgreicher sind als so manch Studierter Schmuck-Designer. Wer sich auf Ausstellungen umsieht ist oft erstaunt, welch hohes Niveau der eine oder andere "Laie" erreicht. Aber das sind Ausnahmen. Warum also dieser "Futterneid"?
Eine andere interessante Frage ist, warum es im Ausland weniger Probleme gibt z.B. in England oder den USA. Beispiel USA, hier kann man auf VHS Kassetten oder DVD zu jeder Goldschmiedetechnik eine passende Anleitung käuflich erwerben. Alles ist Öffentlich und das Fachwissen wird auf Video präsentiert. Die Frage der Qualität soll an dieser Stelle erstmal außen vor bleiben. Ist das ein Standesverrat? Kann man nicht besonders im Englischsprachigen Raum schon seit Jahren Bücher mit bebilderten Anleitungen finden die in Österreich, Deutschland und der Schweiz seinesgleichen sucht? Theophilus Presbyter hat im 12. Jahrhundert unter einem Pseudonym in lateinischer Schrift den Anfang gemacht. Nur auf Grund dessen wissen wir heute noch wie das eine oder andere hergestellt wurde. Warum also neue Ideen kategorisch zurückweisen obwohl es diese im Ausland in ähnlicher Form schon gibt? Ist ein solches Portal, Forum und Schmucklexikon, ein Stein im Ruin der Schmuck-Branche oder doch eher die Change es besser zu machen und gemeinsam neue Wege zu finden?
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ich habe die Beiträge in denen es zu kleineren Spannungen gekommen ist sehr aufmerksam gelesen und möchte nun selbst einen kleinen Beitrag dazu leisten. Dieses Schmuckforum wendet sich nicht nur an die Fachkollegen aus der Branche sondern auch an Laien und Hobbyschmiede die Rat und Hilfe suchen. Und genau hier setzt "unser" Problem an! Die Spannungen zwischen Fachleuten und Laien ergibt sich aus der folgenden Situation:
Der Goldschmied ist um die Aufrechterhaltung seines Standes bemüht, da er mit dem was er tut nicht nur sich, sondern auch seine Kinder durchfüttern muß. Aber dieses wird in Zeiten von Geiz ist Geil Mentalität, billig Import Schmuck aus Fernost und Ebay immer schwieriger. Es spielen zwar noch viele andere Faktoren eine Rolle aber ich denke jeder versteht was ich meine.
Ich kenne viele Goldschmiede die neue Geschäftsmodelle eingeschlagen haben, ja einschlagen mußten um mit diesem zweiten Standbein überhaupt überleben zu können. Hier mal einige Beispiele:
Ebay
Internetshop
CAD Prototyping
Goldschmiedekurse
fremd Produkte verkaufen
Genau betrachtet beschleunigt dies nur die oben angesprochen Problematik aber darum soll es in diesem Beitrag nicht gehen. Es geht ja um die Laien bzw. Hobbyschmiede die durch dieses Goldschmiedeforum Problemfragen beantwortet wissen möchten um schwierigere Goldschmiedetechniken autodidaktisch zu erlernen. Wer etwas kann, braucht die Konkurrenz der "Laien" nicht zu fürchten. Was ein Berufsfachmann gelernt hat, kann zwar auch jeder andere Interessierte lernen aber nicht umsonst dauert die Ausbildung zum Goldschmied 4 Jahre. Wieso also nicht helfen und von andere Techniken und Tricks erfahren auf die man trotz fundierter Ausbildung und einiger Jahre Berufserfahrung nie selber gekommen wäre?
Viele der Hobbyschmiede stellen den Schmuck nur für sich und den engsten Freundes- und Familienkreis her. Die wenigsten kommen auf die Idee in "(Klein-)Serie" oder gar "Groß-Serie" zu produzieren. Und die, die es probieren stellen sehr schnell fest das solch ein Mammutprojekt ohne die nötigen Geldreserven und das technischen Knowhow früher oder später zum scheitern verurteilt sind. Bis das eigene Geschäft, jeder der Selbstständig ist weiß was ich meine, anfängt Wirtschaftlich zu laufen vergeht meist über ein Jahr. Und das alles trotz Ich-AG und wie die ganzen Gesetzesmodelle nicht alle heißen. Warum als diese Angst?
Sicher gibt es da auch Ausnahmen die gute Qualitätsarbeit abliefert und durch Ihre innovative Art Schmuckstücke neu zu arrangieren erfolgreicher sind als so manch Studierter Schmuck-Designer. Wer sich auf Ausstellungen umsieht ist oft erstaunt, welch hohes Niveau der eine oder andere "Laie" erreicht. Aber das sind Ausnahmen. Warum also dieser "Futterneid"?
Eine andere interessante Frage ist, warum es im Ausland weniger Probleme gibt z.B. in England oder den USA. Beispiel USA, hier kann man auf VHS Kassetten oder DVD zu jeder Goldschmiedetechnik eine passende Anleitung käuflich erwerben. Alles ist Öffentlich und das Fachwissen wird auf Video präsentiert. Die Frage der Qualität soll an dieser Stelle erstmal außen vor bleiben. Ist das ein Standesverrat? Kann man nicht besonders im Englischsprachigen Raum schon seit Jahren Bücher mit bebilderten Anleitungen finden die in Österreich, Deutschland und der Schweiz seinesgleichen sucht? Theophilus Presbyter hat im 12. Jahrhundert unter einem Pseudonym in lateinischer Schrift den Anfang gemacht. Nur auf Grund dessen wissen wir heute noch wie das eine oder andere hergestellt wurde. Warum also neue Ideen kategorisch zurückweisen obwohl es diese im Ausland in ähnlicher Form schon gibt? Ist ein solches Portal, Forum und Schmucklexikon, ein Stein im Ruin der Schmuck-Branche oder doch eher die Change es besser zu machen und gemeinsam neue Wege zu finden?
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