Fehler beim Löten

 
Tilo
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Re: Fehler beim Löten

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Gepostet: 10.06.2015 - 11:56 Uhr  ·  #57
ich habe vorgestern gemerkt, daß auch die 3/0 bei weichem -,35er mächtig hakte und recht schräg geführt werden mußte, damit das nicht passiert
schräg geht aber schlecht bei der Kontur

wenn er das letztlich mit selbstgefundenem Gold machen will, kommt er doch um eine Walzenanschaffung eh nicht herum
da wäre jetzt der passende Zeitpunkt
Edmund
 
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Re: Fehler beim Löten

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Gepostet: 10.06.2015 - 14:11 Uhr  ·  #58
Sehr dünnes Blech kannst Du mit wasserlöslichem Klebstoff (Pelikanol, Prit-Stift) auf dünnes, 0,4-0,6 mm Flugzeug-Sperrholzbrettchen kleben. Dann sägt es sich leichter. Vorher das Brettchen gut entstauben! An Stelle von wasserlöslichem Kleber kannst Du das Blech auch mit einem Streifen gutem Paketband z. B. Tesa braun rundum befestigen.
Zur guten Dosierung des Lots würde ich trotz Walze aber Feilspäne empfehle. Ist wenig Arbeit, denn Du brauchst nicht viel.
Tilo
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Re: Fehler beim Löten

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Gepostet: 10.06.2015 - 14:29 Uhr  ·  #59
bei plan auf plan stimme ich zu mit den Feilspänen als Alternative
wenn aber die Rundungen nicht perfekt aufeinander angepaßt sind, wird evtl. doch etwas mehr Lot als nur ein paar feilkrümel gebraucht
El Kratzbürscht
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Re: Fehler beim Löten

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Gepostet: 10.06.2015 - 16:23 Uhr  ·  #60
Dosierungstipp habe ich ja auch schon gegeben, aber so hat jeder mal...
Die Aufbindung / Vorwölbung war korrekt, (2 Wicklungen, super mitgedacht!) da sich der Bindedraht bei Erwärmung ja nicht ausdehnt, das Silber aber wohl, drückt es das Ornament zusätzlich ezwas an, also insofern glaube ich nicht, dass allzuviele Hohlräume gefüllt werden müssen.

Die Anschaffung einer Walze zur Herstellung eines einzigen Schmuckstückes halte ich für übertrieben, in vielen Städten gibt es die Möglichkeit, einen Goldschmiedekurs zu besuchen und eine Walze dabei zu benutzen. Nebeneffekt, die Kursleitung hilft Schritt für Schritt, das Projekt umzusetzen.

Dagegen, von Ott Lotblech anstelle von Silberblech verkauft zu kriegen kann das zwar auch nicht schützen, der Kursleitung wäre aber möglicherweise an der Farbe / Optik / Haptik des Bleches schon aufgefallen, dass damit was nicht stimmte. Und den Vorgang direkt mit zu beobachten ist spätestens dann sehr aussagekräftig.
Einmal in die Kursgebühr investieren, und sich viel Material und Ärger ersparen, hinterher ist man dann auch schlauer.

Zur Sicherheit: lege mal jeweis gleichgroße Schnipsel der drei Lotsorten plus 1 von dem Katstrophenblech auf die Lötkohle so eng zusammen, dass du sie zusammen gleichmäßig erwärmen kannst, sie aber nicht zusammenfließen können, und beobachte die Reihenfolge, wo sie schmelzen, bzw. wann das "Blech" schmilzt.

Die Lötung zu unterbrechen, um das Gas aufzufüllen ist kein Problem.
Tilo
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Re: Fehler beim Löten

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Gepostet: 10.06.2015 - 16:41 Uhr  ·  #61
ich habe
Zitat geschrieben von samy001
.. nur hab ich noch keine Walze..
so verstanden, als ob eh die Anschaffung geplant ist

Lötungen zu unterbrechen ist nie schön, weil es die Gesamtzeit der Erwärmung verlängert und sich das Flußmittel ja regelrecht aufbraucht bei der Bekämpfung der Oxidation beimLöten
muß man nochmal anfangen mit erwärmen, ist die Flußmittelwirkung dann eingeschränkt
dann wäre zwischenbeizen zu erwägen, aber nicht, wenn Bindedraht im Spiel ist!
samy001
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Re: Fehler beim Löten

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Gepostet: 10.06.2015 - 20:17 Uhr  ·  #62
Zitat geschrieben von Edmund
Das Blech aus dem Du den Bock gesägt hast, könnte Lotblech oder sehr niedrig legiertes Silber (800/835?) sein. Anders ist das Schäumen m. E. nicht zu erklären.

Ich glaube mittlerweile auch das es sich bei dem steinbockblech um kein echtes sterling silber handelt... ob das lotblech ist, ist mir momentan fast egal es ist nur noch ein kleines reststück, das schmeiss ich über den jordan!


Wie schon öfter hier geschrieben. Du verwendest viel zu viel Lot. Die Lotschicht die zwei gut aufeinander liegende Teile verbindet, sollte so dünn sein, als wenn Du einen Tropfen Wasser zwischen die Teile gequetscht hättest.

Ja gut... aber ich habe eure tips ja schon geneu beachtet... habe deutlich weniger genommen... jetzt ist es halt immernoch zuviel und ich werde es weiter reduzieren, versprochen !



Wenn Du das Lotblech nicht walzen kannst, dann versuche es ein wenig dünner zu hämmern. Oder, feile etwas Lot von dem Blech ab und verwende die Feilspäne an Stelle der Schnipsel. So kannst Du das Lot feiner dosieren.
Ja ich bin kurz davor mir eine walze zu kaufen, hab schon so viel investiert und muss halt schauen was die nächste priorität hat

Die Feile vor dem Gebrauch mit einer Drahtbürste säubern um evtl. an der Feile haftendes Fremdmaterial zu entfernen.

guter tip, danke... so im unterbewusstsein hab ich sowas schon befürchtet... kleinste fremdpartikel können beim feilen große nebenwirkungen im Lot haben


Zum Sägen. In einem Kurs hat eine Teilnehmerin ihr Design auf gummierte Adressetiketten gedruckt. Sie war der Meinung, dass das Etikettenpapier beim Sägen nicht so ausfranzt wie normales Druckerpapier. Allerdings ließ sich das Papier nur schwer von dem ausgesägten Design abziehen. Sie hat es dann mit der Flamme ab geschmort.

:-)


3/0 Sägeblättchen sind auch meine Favoriten. Ein Juweliersägebogen ist angebracht. Lässt sich leichter führen als ein Laubsägebogen. Nie mit Druck sägen. Die Säge soll fast allein durch das Blech schneiden. Sägeblättchen hin und wieder mit einem Stückchen Kerzenwachs einreiben. Das lässt die Säge wesentlich leichter laufen.

danke Edmund ist notiert

liebe grüße
samy



Edmund
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samy001
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Re: Fehler beim Löten

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Gepostet: 10.06.2015 - 20:18 Uhr  ·  #63
Zitat geschrieben von Tilo
ich habe
Zitat geschrieben von samy001
.. nur hab ich noch keine Walze..
so verstanden, als ob eh die Anschaffung geplant ist


ja doch, ist in der Tat geplant... nur brauch ich noch etwas zeit zur entscheidung
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