Hi Cathi.
Legiertes 750,585 oder gar 333er Gold würde auf Grund der legierungsbestandteile bei dieser Art von Lötung dahinschmelzen.
Mit Feingold meine ich reines,unlegiertes,hochgradig inspirierendes,beinahe oranges Gold.
Für heutige Juwelenstandards ist es sicherlich viel zu weich,da sich Feingoldringe stark deformieren,Feingoldbroschen sich verbiegen etc..
Man kann aber damit Sachen wie Cellinis "Salzfass" oder Totenmasken wie
zB die von Tut Ench Ammun machen.
Was ich damit sagen möchte ist,daß man vom Standarddenken des gemeinen westlich orientierten Goldschmieds und seiner Fertigungsautomatismen ohne weiteres ein wenig abdriften ,und Gold ,in seiner natürlichen,elementaren Erscheinung durch "Hand anlegen" zu immer wieder neuen Ufern füren kann.
Konservativ betrachtet ,setzt diese Annäherung an Feingold doch eine gewisse Grundkenntnis der klassischen Techniken voraus.(oder auch nicht)
Das Löten ,oder besser Schweißen mit Malachitpulver ist wohl eine der vergessenen und nicht mehr praktizierten Techniken der Antike.
Wendet man sie richtig an bewegt man sich auf dem Fundament derer,deren unvergänglichen Werke man nach tausenden von langen Jhren in den schönsten Museen unserer Zeit betrachten kann.
Was mir persönlich am Feingold gefällt:
Mit einem einfachen Kugelschreiber kann man die wunderschönsten Ornamente ins 0,5mm FGBlech reiben.(auf hartem Leder)
Die so "ornamentierten"Blechstücke zusammenrollen.Zum Beispiel über ein dünnes Silberketterl schieben.
E Voila:
Collier mit Feingoldmittelteil.
Anmerkung:
Das FGold der Antike war immer ein wenig durch andere Metalle im Promillebereich verunreinigt.
Wünsch dir ein Superjahr!
Ewald