Mittelalterliche Steinfassung

 
Ulrich Wehpke
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Re: Mittelalterliche Steinfassung

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Gepostet: 13.03.2012 - 13:49 Uhr  ·  #9
Hallo Rufus,

das ist noch nicht einmal gesagt, dass es sich hierbei um zwei Hölften handelt. Man muss dazu wissen, dass die Montagelote, so wie wir sie heute kennen, ja noch gar nicht so alt sind. Noch im Mittelalter wurden lote mit Blei legiert, was dabei herauskam, hatte die Bezeichnung Lot nicht verdient. Die Folge war, dass man Lötstellen nach Möglichkeit vermied. Das Fügen mit Reaktionsloten, war jahrhundertelang vergessen.

Wenn Du einen Treibkitt nimmst, legst ein weich geglühtes Blech auf, in welches ein Holzkern eingesenkt wird, hast Du die erste Hälfte schnell fertig. Der Rest, also die andere Seite, lässt sich mit den üblichen Treibtechniken anlegen, so dass letztendlich die ganze Fassung aus einem einzigen Teil besteht. Die Krappen können evtl. sogar heraus gefeilt werden und würden in diesem Fall kein Lot brauchen. Mit kupferarmem Silber, sollte das auf jeden Fall durchführbar sein. Viel Spaß beim Fummeln!
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