Zitat geschrieben von sylli
lieben Dank !
Dir lieber Holger möchte ich einen kleinen Auszug aus "Rechtliche Grundlagen - Stempelung" (Technisch-wissenschaftliche Grundlagen des Goldschmiedens) zu lesen geben. Und weiter unten noch eine kleine Frage stellen! (nicht böse gemeint)
ZITAT: "Zur Stempelung ist jedermann berechtigt. Es
gibt keine Feingehalts-Untergrenzen für die Herstellung
und den Verkauf von Gold- und Silberwaren
(unter 333%° Goldanteil ist jedoch per Gerichtsurteil
dem Handel die Bezeichnung als
Goldlegierung nur mit speziellem Hinweis auf
den geringen Feingehalt erlaubt, vgl. »Weitere
Regelungen«). Die Stempelung erfolgt
»fakultativ« (= fallweise), d. h. es gibt keine
Stempelungspflicht (»obligatorische
Stempelung«), außerdem auch keine
Kontrollorgane, welche die Richtigkeit des
Stempels prüfen. Zum Schutz des Verbrauchers
haftet allerdings der Verkäufer für die Richtigkeit
des Stempels."
Ist Schmuck ein "Gebrauchsgegenstand" ?
Wie sieht es bei Schmuck mit dem Thema KUNST aus ?
Ist ein Einzelstück, handgefertiger Schmuck nicht auch ein Kunstwerk?
Wie siehst du die signierung eines "Kunstwerkes" ?
Jeder Künstler signiert sein Werk, warum nicht auch der Schmuck-Künstler.
Darf nur ein ausgebildeter Meister sein Werk signieren?
Mich würde sehr interessieren wie du darüber denkst.
Lieber Gruß
Sylli
Hallo Silly,
also soweit MEINE information geht sind die handwerksmeister in DE dafür verantwortlich, dass ein schmuckstück richtig gestempelt wird - aber ich werde mich da noch einmal in die gesetzeslage einlesen
was meine persönliche meinung betrifft:
- schmuck ist in DEM sinne kein gebrauchsgegenstand - dafür unterscheiden wir goldschmiede ja "schmuck" und "gerät" ... diese unterscheidung ist warscheinlich nur für fachleute interessant der otto - normal- schmuckträger wird sicherlich auch schmuck als gegenstand sehen.
- sicherlich erachte ich jedes handgefertigte stück als ein kleines kunstwerk in sich!
leider habe ich schon einiges an "kunststücken" gesehen von freischaffenden künstlern, die vielleicht mal einen VHS-kursus besucht haben und dann "superkreativ" wurden ... der erfolg war, dass ohne sachverstand und können etwas "hingeschmiedet" wurde. diese dinge, die da als kunst verkauft wurden hätte mein meister mir um die ohren gehauen, und sie hatten nichts mit handwerklichem können zu tun.
diese dinge sind sicher aus einem gewissen gesichtspunkt künstlerisch wertvoll ... nur für mich übernimmt ein handwerksmeister mit seiner persönlichen punze auch verantwortung für dieses schmuckstück - er garantiert für die legierung und die handwerkliche ausführung dieser arbeit.
in der heutigen zeit sind ja alle künstler ... gib dem kind einen pinsel und lass es kreativ sein.
*AUTSCH*
kunst besteht nun mal nicht nur aus kreativität, sondern auch in dem handwerklichen können!
natürlich darf auch ein solcher "künstler" seine werke signieren ... nur BITTE - eine punze suggeriert professionalität - die leider bei dem größten teil dieser künstler nicht gegeben ist!
DerHolger