Hallo zusammen,
ich bin Frischling in eurem spannenden Forum und ebenfalls Frischling was das Metallgießen angeht. Ich habe nun einige Stunden recherchiert und alle möglichen Info´s zusammengetragen und denke es ist jetzt an der Zeit nochmal ein paar Experten zu fragen bevor ich loslege.
Ich möchte folgendes machen:
ich habe ein paar sehr kleine Figuren, Münzen, kleine Alltagsgegenstände die ich gerne im Sandgussverfahren mit Messing und Bronze vervielfältigen möchte.
Was ich bis dato an Equipment habe:
- gebrauchter Schmelzofen der auf Propangas läuft und 1.200° erreicht (laut Hersteller in 10-15 Minuten auf 1.200° erhitzt. Ist ein BECMA Gas-Schmelzofen)
- mehrere kleine Tontiegel
- Tiegelzange
- Formsand ProCast B
- 2 gebrauchte Sandgussformen
- Trennpuder
- keramische Eingussfilter
- Schutzkleidung (Handschuhe und Schürze aus dem Schweißerbedarf, Wollpulli und Jeans)
Jetzt zu meinen Fragen:
1. Was muss ich beim schmelzen von Messing und Bronze beachten, welche feinen Unterschiede liegen im Schmelzverfahren dieser beiden Metalle? Es gab zu lesen, dass sowohl Tontiegel als auch Graphittiegel geeignet sind. Die einen nutzen Borax-Schmelzpulver, die anderen gar nichts, wieder andere nehmen einen Stahltiegel. Bei allen scheint es zu funktionieren wenn man dem denn Glauben schenkt. Welcher Weg ist also der gängigste, professionellste mit den mir zur Verfügung stehenen Mitteln? Ich möchte immer nur kleine Mengen schmelzen und gießen, ich schätze maximal 500g pro Vorgang, vermutlich eher deutlich weniger, vielleicht auch mal nur 20-30 Gramm für ein einziges kleines Teil
2. Meiner bisherigen Recherche zufolge läuft es so ab: Ofen inkl. Tiegel vorheizen bis er die Maximaltemperatur erreicht hat, dann das Material in den Tiegel geben (entweder mit oder ohne Schmelzpulver). Und nun ist es reine Erfahrungssache den richtigen Zeitpunkt für die Herausnahme des Tiegels zu treffen. Was genau passiert beim schmelzen? Die an der Oberfläche entstehenden oxidierten Bestandteile müssen abgeschöpft werden, richtig? Zu welchem zeitpunkt geschieht das? Woran erkenne ich wann das Metall flüssig genug ist um gegossen werden zu können?
3. Ich denke das Prinzip mit den Formkästen, den Eingusskanälen und Luftkanälen habe ich verstanden. Aber, ich möchte auch kleine Münzen gießen von denen die Rückseite unwichtig ist, da diese verklebt werden und habe mir hierzu überlegt die Münzen einfach in den Formsand zu pressen und auf die so entstandene offene "Mulde" den Keramik-Eingussfilter zu legen um lediglich feine Metallstränge auf der Rückseite der Münze zu haben die ich dann nur absägen und ggfl. etwas beischleifen muss und dann eine plane Rückseite habe. Erscheint euch das logisch und machbar? Die Röhren dieser Filter sind mächtig klein, geht das flüssige Metall dort tatsächlich schnell genug durch ohne vorher zu erstarren?
4. Was passiert mit dem in dem Tiegel verbliebenen Restmetall? Ich nehem an das muss ich dort rausbekommen bevor ich es erneut einschmelzen kann, richtig? Kann ich jedes metall beliebig oft wieder neu einschmelzen?
Ich hoffe sehr, dass einer oder mehrere von Euch Zeit und Lust haben mir meine Fragen zu beantworten, Tipp´s zu geben, oder auch Hinweise bzgl. Dingen die ich eventuell noch gar nicht bedacht habe.
Danke und gute Nacht!
ich bin Frischling in eurem spannenden Forum und ebenfalls Frischling was das Metallgießen angeht. Ich habe nun einige Stunden recherchiert und alle möglichen Info´s zusammengetragen und denke es ist jetzt an der Zeit nochmal ein paar Experten zu fragen bevor ich loslege.
Ich möchte folgendes machen:
ich habe ein paar sehr kleine Figuren, Münzen, kleine Alltagsgegenstände die ich gerne im Sandgussverfahren mit Messing und Bronze vervielfältigen möchte.
Was ich bis dato an Equipment habe:
- gebrauchter Schmelzofen der auf Propangas läuft und 1.200° erreicht (laut Hersteller in 10-15 Minuten auf 1.200° erhitzt. Ist ein BECMA Gas-Schmelzofen)
- mehrere kleine Tontiegel
- Tiegelzange
- Formsand ProCast B
- 2 gebrauchte Sandgussformen
- Trennpuder
- keramische Eingussfilter
- Schutzkleidung (Handschuhe und Schürze aus dem Schweißerbedarf, Wollpulli und Jeans)
Jetzt zu meinen Fragen:
1. Was muss ich beim schmelzen von Messing und Bronze beachten, welche feinen Unterschiede liegen im Schmelzverfahren dieser beiden Metalle? Es gab zu lesen, dass sowohl Tontiegel als auch Graphittiegel geeignet sind. Die einen nutzen Borax-Schmelzpulver, die anderen gar nichts, wieder andere nehmen einen Stahltiegel. Bei allen scheint es zu funktionieren wenn man dem denn Glauben schenkt. Welcher Weg ist also der gängigste, professionellste mit den mir zur Verfügung stehenen Mitteln? Ich möchte immer nur kleine Mengen schmelzen und gießen, ich schätze maximal 500g pro Vorgang, vermutlich eher deutlich weniger, vielleicht auch mal nur 20-30 Gramm für ein einziges kleines Teil
2. Meiner bisherigen Recherche zufolge läuft es so ab: Ofen inkl. Tiegel vorheizen bis er die Maximaltemperatur erreicht hat, dann das Material in den Tiegel geben (entweder mit oder ohne Schmelzpulver). Und nun ist es reine Erfahrungssache den richtigen Zeitpunkt für die Herausnahme des Tiegels zu treffen. Was genau passiert beim schmelzen? Die an der Oberfläche entstehenden oxidierten Bestandteile müssen abgeschöpft werden, richtig? Zu welchem zeitpunkt geschieht das? Woran erkenne ich wann das Metall flüssig genug ist um gegossen werden zu können?
3. Ich denke das Prinzip mit den Formkästen, den Eingusskanälen und Luftkanälen habe ich verstanden. Aber, ich möchte auch kleine Münzen gießen von denen die Rückseite unwichtig ist, da diese verklebt werden und habe mir hierzu überlegt die Münzen einfach in den Formsand zu pressen und auf die so entstandene offene "Mulde" den Keramik-Eingussfilter zu legen um lediglich feine Metallstränge auf der Rückseite der Münze zu haben die ich dann nur absägen und ggfl. etwas beischleifen muss und dann eine plane Rückseite habe. Erscheint euch das logisch und machbar? Die Röhren dieser Filter sind mächtig klein, geht das flüssige Metall dort tatsächlich schnell genug durch ohne vorher zu erstarren?
4. Was passiert mit dem in dem Tiegel verbliebenen Restmetall? Ich nehem an das muss ich dort rausbekommen bevor ich es erneut einschmelzen kann, richtig? Kann ich jedes metall beliebig oft wieder neu einschmelzen?
Ich hoffe sehr, dass einer oder mehrere von Euch Zeit und Lust haben mir meine Fragen zu beantworten, Tipp´s zu geben, oder auch Hinweise bzgl. Dingen die ich eventuell noch gar nicht bedacht habe.
Danke und gute Nacht!