Urheberschutz von antiken Schmuckrepliken

 
Heinrich Butschal
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Re: Urheberschutz von antiken Schmuckrepliken

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Gepostet: 10.11.2012 - 11:37 Uhr  ·  #9
Nina
 
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Re: Urheberschutz von antiken Schmuckrepliken

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Gepostet: 10.11.2012 - 12:04 Uhr  ·  #10
das ist ein echt interessantes Thema, da darüber diverse Gerüchte kursieren.

In Bezug auf die Scheibe aus Nebra gabs auch schon Aussagen, dass man die Himmelscheibe nicht nachbauen dürfte, da die Rechte für Repliken daran beim Herrn Meller liegen würden.
Eigentlich kann das nicht sein, da es sich um etwas zu altes für das Urheberrecht handelt. Aber die Vermarktung der Scheibe ist in vollem Gang... die angebotenen Teile wie Ohrringe, Anhänger etc. unterliegen dann wohl wieder dem Urheberrecht... Scheibenreplik wäre demnach möglich.

Andererseits gab es ja auch Leute in der Szene die sagten "ihre Gräber" dürften nicht nachgebaut werden weil sie die ersten waren, die das nachgebaut haben, dass ist natürlich Humbug!

Um ganz sicher zu gehen würde ich dir raten einen Anwalt für Urheberrechtssachen aufzusuchen und nachzufragen, weil wenn das Diözesanmuseum sich die Vermarktungsrechte an dem Wisigardegrab gesichert hat, könnte es da schon Grauzonen geben und Du Post von deren Anwalt bekommen und wie es in Frankreich aussieht ist ja nochmal was anderes
Am besten nen Spezialisten in EU-Recht...

Meine persönliche Meinung dazu ist, dass es gelinde gesagt eine Fechheit wäre, wenn man Repliken/Rekonstruktionen von Kulturgut verbieten kann aufgrund von Vermarktungsabsichten und damit auch eine handwerkliche Auseinandersetzung mit Geschichte...damit könnte jede handwerkliche Forschung verboten sein in der Rekos gebraucht würden
Tilo
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Re: Urheberschutz von antiken Schmuckrepliken

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Gepostet: 10.11.2012 - 12:14 Uhr  ·  #11
wegen Himmelsscheibe
mal in diesem link
http://register.dpma.de/DPMAregister/marke/einsteiger
himmelsscheibe von nebra
reinkopieren ganz oben bei wiedergabe der marke

was genau dies Eintragungen nun schützen, interessiert mich nicht so gewaltig, weil ich das nicht nachbauen möchte
Heinrich Butschal
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Re: Urheberschutz von antiken Schmuckrepliken

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Gepostet: 10.11.2012 - 12:31 Uhr  ·  #12
Hier der ganze Link.
http://register.dpma.de/DPMAre…5&CURSOR=7

Hier hat sich der Landeskonservator von Sachsen Anhalt ausgetobt und alle Gruppen schützen lassen, die ihm nur im entferntesten eingefallen sind.

Falls jedoch in einer Gruppe innerhalb von 5 Jahren nach 2011 keine Markenrechte wahrgenommen und populär gemacht werden, kann man auf Antrag diesen Markenschutz wieder löschen lassen.

Da dies fast überall der Fall sein dürfte ist die ganze Anmeldung für die Katz.
Tilo
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Re: Urheberschutz von antiken Schmuckrepliken

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Gepostet: 10.11.2012 - 12:49 Uhr  ·  #13
Himmelsscheibenschmuck wird aber serienmäßig produziert,
http://www.buettner-schmuck.de/html/himmelsscheibe.html
also wird der für Schutz für unseren Bereich eben nicht für die Katz gewesen sein

ich halte es für möglich, daß man die Himmelsscheibe vielleicht unlizensiert nachbauen, aber keinesfalls unter dem richtigen Namen anbieten darf, sondern z.B.: Replik eines archäologischen scheibenförmigen Fundstücks aus der Unstrutgegend?
ist ja als Marke geschützt, nicht als Geschmacksmuster

könnte meine Einschätzung so stimmen?
heliodor
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Re: Urheberschutz von antiken Schmuckrepliken

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Gepostet: 10.11.2012 - 12:59 Uhr  ·  #14
Zitat geschrieben von Tilo
...
ich halte es für möglich, daß man die Himmelsscheibe vielleicht unlizensiert nachbauen, aber keinesfalls unter dem richtigen Namen, sondern z.B.: Replik eines archäologischen scheibenförmigen Fundstücks aus der Unstrutgegend?
...

Wenn ich mir die Definition einer Wort-/Bildmarke ansehe, verstehe ich das ebenfalls so.

Also Möbel mit Himmelsscheibe darf ich bauen? Hmmm...
rolf skrypzak
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Re: Urheberschutz von antiken Schmuckrepliken

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Gepostet: 10.11.2012 - 20:54 Uhr  ·  #15
ach nina... du bringst die sache auf den punkt! weiß nur nicht wie ich mir einen anwalt leisten soll! , wo ich doch jeden freien cent für Material ausgeb!

"Andererseits gab es ja auch Leute in der Szene die sagten "ihre Gräber" dürften nicht nachgebaut werden weil sie die ersten waren, die das nachgebaut haben, dass ist natürlich Humbug!"

wen meinst du denn damit? grins!

lg
rolf
Nina
 
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Re: Urheberschutz von antiken Schmuckrepliken

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Gepostet: 11.11.2012 - 11:14 Uhr  ·  #16
da gabs ja einige Leute... der junge Mann auf dessen HP das auch stand, der hats mittlerweile anscheinend off genommen

Ich kann ja verstehn, wenn man nicht möchte, dass jeder mit derselben Garnitur etc. rumläuft...
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