verschiedene Materialien verlöten, welches Lot?

 
Tilo
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Re: verschiedene Materialien verlöten, welches Lot?

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Gepostet: 09.12.2016 - 15:04 Uhr  ·  #17
ich empfinde den Kontrast in echt bedeutend geringer als auf den Bildern
allein schon deshalb, weil sich in Natur die Umgebung in den Flächen spiegelt und im Fotostudio, frisch mattiert, nur die weiße Lichtbox, was schon ohne Photoshop-Kontrastverstärkung mächtig Einfluß hat

teils sieht mir das Pd zu braun dargestellt aus
teils das Weißgold zu silbrig (also weder natur, noch rhodiniert, sondern silberweiß)
ich hab zufällig grad einen getragenen Stahl-Titanring da, den ich in Pt600RG neugemacht habe

den werd ich mal fotografieren
neben dem Prospekt
und in allereinfachster Lichtboxumgebung (Bogen Papier)

und pd950 zu 500 müßte in Blechform auch gehn
Tilo
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Re: verschiedene Materialien verlöten, welches Lot?

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Gepostet: 09.12.2016 - 15:48 Uhr  ·  #18
so, Pd950er Blech habe ich leider nicht verfügbar
wohl aber eine typische Prospekt-Real-Konstellation bei weiß-grau"kontrasten"
in dem Fall Stahl Titan
einmal den Ring einfach auf dem Prospekt mit Optik wie am Finger: mein Laden hat weiße Wände und ich ein helles hemd an! also zu viel Dunkelheit kann man nicht vorwerfen
und dann nicht etwa im Lichtzelt, sondern einfach nur aufs Prospektpapier gelegt, eine Reflexionsverhinderung, die im Lichtzelt noch besser ist und im realen Gebrauch niemals vorkommt

der Unterschied ist schon dramatisch
und wenn man dann noch ein wenig in Photoshop nachhilft.........

(ich hab lediglich die Gravur unkenntlich gemacht)
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mclien
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Re: verschiedene Materialien verlöten, welches Lot?

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Gepostet: 09.12.2016 - 17:38 Uhr  ·  #19
In der Tat echt dramatisch.
Wie es so spielt, hatte ich heute wieder mal Zugverzögerungen (verwirrte Person im Gleis. Seltsam ich war doch im Zug?) und ich bin dann in der Umsteigepause mal flux in den Goldschmiedeladen,der draussen grau/silber RInge in der Auslage hatte. Klar frisch mattiert in weißer Box und gut beleuchtet. Die Frau dort war so nett und hat mir die mal aus dem Schaufesnster nach drinnen geholt und hatte nach der Materialkombi geschaut. Das war Pd500/WG 375 (wobei ich die Legierung bisher als Halbzeug irgendwie noch gar nicht gesehen habe.)
Ich werde mal schauen, ob es in die Richtung geht oder doch zwegs Kontrast auf RG/Pd schwenke.

Das Problem ist halt, dass das ganze eine Überraschung werden soll und ich von der Ehefrau "nur" die Info habe, das der Empfänger kein (Gelb-)Gold mag und sie sich bei Rotgold nicht sicher war...
Tilo
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Re: verschiedene Materialien verlöten, welches Lot?

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Gepostet: 09.12.2016 - 17:59 Uhr  ·  #20
bei 375 gehe ich normalerweise stark von Rhodinierung aus, denn das zeug läuft doch stark an, wenns einfach nur rumliegt/-steht
denn grad bei 375 (und 333) würde ein sulfidierungsbremsender und entfärbender Palladiumzusatz den materialpreis prozentual stark erhöhen
bei mir im Geschäft gibts alle Materialien zum in die Hand nehmen unrhodiniert

ich habe auch Ringe inPd 500 und 950, aber von der fa. heimerle und Meule, da ist eh kein Farb-Unterschied
zu dem gewöhnlichen Pd500 ist beides etwas heller, aber nicht so, daß man das als nennenswerten kontrast bezeichnen könnte
bloß kann man flaches Blech und runden Ring nicht nebeneinander zum Farb-Vergleich nehmen, selbst flacher ring und gewölbter ist schon störend unterschiedlich
mclien
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Re: verschiedene Materialien verlöten, welches Lot?

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Gepostet: 09.12.2016 - 19:04 Uhr  ·  #21
Dank Dir für die Infos. Wie bekommt man denn das hin bei einen Ring, wie das Beispiel von Dir nur das WG zu rhodieren und das Pd nicht?
Tilo
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Re: verschiedene Materialien verlöten, welches Lot?

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Gepostet: 09.12.2016 - 20:12 Uhr  ·  #22
da gibts 2 Methoden, die beide nicht so furchtbar innovativ sind

die schlechtere: Stift/Tampongalvanik: der Badelektrolyt ist in einem "Faserstift" bzw Schwämmchen, in dem der eine Badkontakt steckt, und man streicht entlang der Materialgrenzen: Schicht ist recht dünn

die bessere und für Ringe unbedingt sinnvoll, damit die Schicht wenigstens ein paar Monate hält:
der nicht zu beschichtende Bereich wird mit Lack oder Filzstift hauchdünn beschichtet oder mit Klebeband abgedeckt.
dann ab ins Rhodiumbad und danach den Lack mit Lösungsmittel ablösen oder das Klebeband abziehen

wird bei vielen bicolorschmuckstücken so gemacht, teils auch auf grundmetallmäßig einfarbigen (und da teils sogar boshafterweise auf Trauringen im Katalogversenderbereich: da steht dann bicoloroptik, womit sie ja eben nicht bicolor (WG/GG) versprochen haben wie bei den anderen Angeboten)
hatte ich auch schon bei einem teuren Brillantring gesehn aus dem Juweliersketten-Hause, das etwas religiös klingt, du weißt schon.
da stand im Zerti: GG/RH
ein Schelm, wer Arges dabei denkt

innen wirds dann nicht immer so konsequent gemacht: manchmal drauf verzichtet und man sieht innen manchmal die echten farben
ganz absurd ist es bei vielen einfarbig gelben Industriestücken wie oben erwähntem Ring, wo nicht nur obenauf der bicolorlook mit Teilbeschichtung vorgetäuscht wird, sondern auch innen
außen nutzt es sich ab und innen in der materialsparenden Höhlung bleibt der Beweis für die anfängliche Vera lberung
mclien
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Re: verschiedene Materialien verlöten, welches Lot?

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Gepostet: 09.12.2016 - 21:27 Uhr  ·  #23
Meine Güte. "Getrickse" trifft es da ja schon nicht mehr...

Zwischenzeitlich hat sich aber die Materialwahl schon geklärt:
Es werden 2 Ringe Pd500 mit RG750 Logo.

Momentan habe ich aber nur eine Quelle für 3mm Runddraht in Pd500. Ich suche noch eine Quelle wo ich Pd500 in 3,5mm bekomme oder als 3mm Oktagon.

Plan wäre dann den Ring mit mittelhartem Pd Lot (950°C) herzustellen und dann das RG Logo mit mittlerem RG Lot (800°C) aufzulöten.
Mache ich das dann mit Fluron oder gibt es was sinnvolleres?
Tilo
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Re: verschiedene Materialien verlöten, welches Lot?

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Gepostet: 10.12.2016 - 00:57 Uhr  ·  #24
pd500 in 3,5 weiß ich nicht, scheint mir ein unübliches Halbzeugmaß
du könntest bei solchen Fragen dazuschreiben, wo du schon geschaut hast
dann müßte man weniger firmen nennen, wo du es noch versuchen könntest, ich aber auch erst nachschauen müßte, was die anbieten (Hafner, heimerle ect)

ich würde fluoron oder Abdeckmittel D nehmen bzw das rote Platinflußmittel
würde ich mal ausprobieren mit einer materialprobe
von der Wirktemperatur sollte das hier besser passen
müßte ich mir mal mitbestellen
https://www.goldschmiedebedarf…ts_id=7535
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