Sphalerit zu polieren ist eine Kunst für sich. Kleine Facetten gehen noch recht gut. Ich wollte aber eine 2 qcm große Fläche probieren. Die Fläche wurde zunächst freihändig auf einer 1200 Diamantscheibe plan geschliffen. Mit einer 3000er hat man kein besseres Ergebnis, mir hat sie Riefen aus der Oberfläche heraus gerissen, die nur schwer auszupolieren waren. Ich verwende zwei Zinnscheiben mit unterschiedlicher Körnung. Zum Vorpolieren eine reine Zinnscheibe mit 2µ polykristallinem Diamant und eine etwas härtere Scheibe mit 0,25µ polykristallinem Diamant.
Die Scheiben wurden zunächst sorgfältigst gereinigt und die alten Beläge entfernt. Dann wurde etwas WD40 aufgesprüht und der Überschuss mit Küchenkrepp abgenommen. In die fast trockene Scheibe wurde eine winzige Menge Diamant mit der Fingerkuppe eingerieben. Ein Versuch, mit der so vorbereiteten Scheibe den Stein zu polieren, ging daneben: der Zug (drag) der Scheibe riss mir den Stein aus der Hand. Mit einem polierten Achat rieb ich die Schicht weiter ein, bis der Achat ohne Zug über die Scheibe glitt. Jetzt konnte ich auch den Sphalerit polieren. Es gab schnell einen Hochglanz. Es dauerte nur eine Weile um die Riefen der 3000 Diamantscheibe weg zu bekommen. Die Politur zeigte in einem bestimmten Winkel die hauchfeinen Spuren der 2µ Körnung, aber keinen "Grauschleier". Die zweite Polierscheibe wurde wie die erste vorbereitet, aber mit 0,25 µ Diamant belegt. Mit dieser Scheibe konnte ich die Spuren der Vorpolitur großenteils beseitigen. Warum nur großenteils? Ich hatte den Stein freihändig zwischen den Fingern geschliffen und zwei Ebenen erzielt. Die eine Ebene polierte sauber - sie war wohl wirklich plan - die andere zeigte noch Spuren der Vorpolitur. Nun wollte ich einen zweiten vor polierten Stein polieren. Es ging nicht so recht voran. Sollte ich die ganze Prozedur des Belegens und Einreibens neu machen? Ich hatte ja noch meinen fertigen "Uhupol" Spray.... Kurz entschlossen einen Sprühstoß auf die Scheibe... der Stein zog ein wenig, bis die Scheibe trocken war .... und der Stein war blank poliert. Im harten Licht sieht man ein paar feine Kratzer - kräftiger als die von der Vorpolitur. Das kommt davon, wenn man den Arbeitsplatz nicht vorher säubert und der Staub von Wochen in der Luft hängt. Einzelne Kratzer dieser Art lassen sich nur schwer vermeiden. Ohne Lupe sehe ich sie nicht...Ich schließe aus dem Ergebnis, dass es weniger auf die Zusammensetzung der Trägerschicht ankommt, welche bei D40 aus Petroleum, Vaseline und aromatischen KW besteht und bei "Uhupol" (der selbst gemixten Lösung) aus Macrogolen und Brennspiritus. Es kommt wohl auf die Konsistenz und Schichtdicke an. Wichtig sind außerdem die Polierrichtung und der Druck. Wie weit die Drehzahl der Scheibe herein spielt, habe ich noch nicht getestet. Die jetzige Drehzahl liegt vermutlich über 1000/min. Das ist eigentlich viel zu hoch.....
Die Scheiben wurden zunächst sorgfältigst gereinigt und die alten Beläge entfernt. Dann wurde etwas WD40 aufgesprüht und der Überschuss mit Küchenkrepp abgenommen. In die fast trockene Scheibe wurde eine winzige Menge Diamant mit der Fingerkuppe eingerieben. Ein Versuch, mit der so vorbereiteten Scheibe den Stein zu polieren, ging daneben: der Zug (drag) der Scheibe riss mir den Stein aus der Hand. Mit einem polierten Achat rieb ich die Schicht weiter ein, bis der Achat ohne Zug über die Scheibe glitt. Jetzt konnte ich auch den Sphalerit polieren. Es gab schnell einen Hochglanz. Es dauerte nur eine Weile um die Riefen der 3000 Diamantscheibe weg zu bekommen. Die Politur zeigte in einem bestimmten Winkel die hauchfeinen Spuren der 2µ Körnung, aber keinen "Grauschleier". Die zweite Polierscheibe wurde wie die erste vorbereitet, aber mit 0,25 µ Diamant belegt. Mit dieser Scheibe konnte ich die Spuren der Vorpolitur großenteils beseitigen. Warum nur großenteils? Ich hatte den Stein freihändig zwischen den Fingern geschliffen und zwei Ebenen erzielt. Die eine Ebene polierte sauber - sie war wohl wirklich plan - die andere zeigte noch Spuren der Vorpolitur. Nun wollte ich einen zweiten vor polierten Stein polieren. Es ging nicht so recht voran. Sollte ich die ganze Prozedur des Belegens und Einreibens neu machen? Ich hatte ja noch meinen fertigen "Uhupol" Spray.... Kurz entschlossen einen Sprühstoß auf die Scheibe... der Stein zog ein wenig, bis die Scheibe trocken war .... und der Stein war blank poliert. Im harten Licht sieht man ein paar feine Kratzer - kräftiger als die von der Vorpolitur. Das kommt davon, wenn man den Arbeitsplatz nicht vorher säubert und der Staub von Wochen in der Luft hängt. Einzelne Kratzer dieser Art lassen sich nur schwer vermeiden. Ohne Lupe sehe ich sie nicht...Ich schließe aus dem Ergebnis, dass es weniger auf die Zusammensetzung der Trägerschicht ankommt, welche bei D40 aus Petroleum, Vaseline und aromatischen KW besteht und bei "Uhupol" (der selbst gemixten Lösung) aus Macrogolen und Brennspiritus. Es kommt wohl auf die Konsistenz und Schichtdicke an. Wichtig sind außerdem die Polierrichtung und der Druck. Wie weit die Drehzahl der Scheibe herein spielt, habe ich noch nicht getestet. Die jetzige Drehzahl liegt vermutlich über 1000/min. Das ist eigentlich viel zu hoch.....
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